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Mit dem sic pflegeassistenten sollten Träger und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen ein Instrument erhalten, das sie bei der Umsetzung
des zirkulären Pflegeprozesses und somit auch bei der Einhaltung fachlicher Standards (Pflegeversicherung, Pflegequalitätssicherungsgesetz, Heimgesetz) unterstützt.
Im Zentrum der Entwicklung stehen dabei der Anwenderbezug, eine größtmögliche Bedienerfreundlichkeit und die Berücksichtigung aktueller
Qualitätsrichtlinien. In einem Testfeld aus vier Einrichtungen der Altenpflege mit unterschiedlichen Schwerpunkten (vollstationäres Pflegeheim, ambulanter Pflegedienst, Tagespflegeeinrichtung, Kurzzeitpflege)
haben von Beginn an ausgewählte Mitarbeiter die Einsatzfähigkeit des Programms im Pflegealltag erprobt. Ihre Rückmeldungen flossen in die Weiterentwicklung mit ein.
Im Februar und Juni 2003 wurde das Programm in zwei Testeinrichtungen regulär
zur Pflegeplanung und Dokumentation eingeführt und hat hier die Dokumentation per Hand abgelöst. Mit der Einführung verbunden war eine intensive Mitarbeiterschulung
, die wiederum evaluiert wurde. Weitere Testeinrichtungen folgten im Laufe des Jahres.
Eine externe Qualitätssicherung fand über modellhafte MDK-Prüfungen in den Testeinrichtungen und Programmpräsentationen vor Fachpublikum statt.
Das gemeinnützige Forschungsinstitut sic, spezialisiert auf Fragestellungen aus Gesundheitswesen und Altenhilfe, übernahm Projektleitung,
Projektmanagement, wissenschaftliche Begleitung, die Evaluation der Ergebnisse und die Projektberichterstattung. Im Rahmen eines Werkvertrages war das Software-Systemhaus Penplan in Zusammenarbeit mit der Firma
Ziemann.it für die programmtechnische Umsetzung verantwortlich. Zwei praxiserfahrene Pflegeexpertinnen lieferten als freie Mitarbeiterinnen die pflegerischen Fachkenntnisse für die Projektumsetzung.
Die Projektförderung ist im Dezember 2003 ausgelaufen. Pflegeeinrichtungen kann seitdem ein einsatzfähiges Produkt in Kombination mit einem
abgestimmten Schulungsprogramm angeboten werden. Für den Vertrieb und die weitere Entwicklung des Programms wurde eine Partnerschaft mit dem etablierten Anbieter All for One geschlossen.
Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass die Einführung des Programms in Kombination mit Mitarbeiterschulungen nicht nur ein Dokumentationssystem durch ein
anderes ersetzt, sondern eine Qualitätsoffensive für die gesamte Einrichtung bedeutet. Die Umsetzung des Pflegeprozesses wird im Denken und Handeln der Pflegekräfte implementiert.
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